Vom Nimmerland in die weite Welt

Richmond & liebe Menschen

Am Montag Abend wurde ich von meiner nächsten Couchsurf-Partnerin direkt nach der Tour am Hostel abgeholt. Bei Judy habe ich dann zwei Nächte in ihrem schönen, hellem Haus verbracht. Ich hatte mein eigenes Zimmer, ein groooßes Bett und sogar mein eigenes Badezimmer! Mir hat der Aufenthalt sehr gut gefallen, da Judy eine moderne, total liebe Frau ist, die immer ein Gesprächsthema findet. Ich hatte übrigens Glück, dass sie mich aufgenommen hat, da sie normalerweise keine Couchsurfer unter 30 Jahren nimmt. Sie scheint aber dennoch sehr beliebt zu sein, sie bekommt täglich Anfragen und ungefähr alle zwei Tage hat sie dann neue Gäste für ein bis drei Übernachtungen bei sich.
Gestern bin ich nach Richmond gefahren. Dieses kleine Dorf ist bekannt für seine im 19. Jahrhundert erbaute Brücke, für die gute Erhaltung der alten Cottages (kleine Steinhäuser) und seine Geschichte. Kurz gesagt, ich war schwer enttäuscht. Die Häuser haben sich im Ende nicht wirklich von den normalen Häusern in Hobart unterschieden und geschichtlich gesehen war das ganz und gar nicht spannend. Da hat mir wohl meine Vorstellung von einen hübschen kleinen Dörfchen, wie es sie in Deutschland oder England zB. gibt, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Natürlich weiß ich, dass Australien eine junge Geschichte hat, aber trotzdem...
Ein süßer Shop in Richmond
Eins der Cottages








Mein absolutes Highlight war, als Jeremy mit seiner nächsten Tourgruppe auf den Parkplatz fuhr, als ich auf meinen Bus für die Heimreise wartete. Erstaunlich wie ein einzelner Mensch so dermaßen die Laune heben kann ;-)

Die Richmond-Brücke
Eine äußerste stürmische Umarmung habe ich von ihm bekommen und es wieder einmal geschätzt wie sympathisch dieser Mann sein kann. Er ist an allem und jeden interessiert, behandelt jeden gleichwertig und so als ob man schon ewig mit ihm befreundet ist. Und das macht einen fantastischen Tourguide aus. Nicht jemand der die Informationen auswendig gelernt hat und nur runter rattert. Bzw auch sprachlich gesehen ist Jeremy ziemlich flexibel. Er hat für 5 Jahre in Japan an einer Schule Englisch unterrichtet, konnte mir auf Deutsch Wörter erklären die ich auf Englisch nicht kannte und hat unseren italienischen Mitreisenden Henriko um ein paar Übersetzungen gebeten. Hach ich mag ihn, habt´er bestimmt gemerkt ;-)
Und nein, ich bin nicht in ihn verliebt - falls das jetzt wer aufgrund der ganzen Schwärmerei gedacht hat.
Richmond-gaol
So zurück zu meiner Reise. Judy hat mich heute morgen zum Flughafen gebracht, was auch nicht selbstverständlich ist. Und jetzt sitze ich bereits seit 3 Stunden in Melbourne am Flughafen und muss noch 4 Stunden warten bis mein Flug nach Adelaide geht. Dort erwartet mich dann mein nächster Couchsurf-Partner. Und wahrscheinlich 5 weitere Couchsurfer zur gleichen Zeit in derselben Wohnung.

Das "Vergiss Mein Nicht" wird am Ende der Woche folgen ;-)

Liebste Grüße,
eure Laura

3 Briefchen nach Nimmerland:

  1. Mann Süße, was für tolle Berichte! Du siehst mich vor Neid blass vor meinem Läppi sitzen und Bauchschmerzen vor Fernweh haben... ich freu mich mega auf deine Rückkehr, wenn du mich dann stundenlang mit allen Fotos, allen Details und tausend Geschichten versorgst :)

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  2. Wünsche dir natürlich eine ebenso tolle Zeit in Adelaide!

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  3. Ja, ich sollte mal langsam anfangen eine Diashow zu erstellen, sonst könnte das etwas länger dauern, nachdem ich wieder zu Hause angekommen bin..:) Dankeschön! :*

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