
Nach einer kurzen, kalten Nacht waren wir um 6 Uhr mehr oder weniger
startklar, um die 640km bis nach Coober Pedy zu bewältigen. Auf den Weg
dorthin konnten wir in Port Augusta ein letztes Mal Delphine im Fluss
bestaunen - der arme Engländer Henry hat sie alle verpasst (was im Ende
lustig mit anzusehen war) - und schon gings los ins...Nichts. Karge
Landschaften entlang des Stuart Highways, keine Städte, weite Sicht,
wenige Autos. Abwechslungsreich war somit der Lake Hart, einer der
Salzseen im Outback. Riesengroß und so weiß, dass man ohne Sonnenbrille
nicht gut gucken konnte. Bei 35 Grad in der prallen Sonne gab es noch
Informationen für unser Allgemeinwissen. Weiter ging es nach Woomera,
ein Waffenübungsstützpunkt. Das ist eine Stadt, die aussieht wie eine
normale Wohnungssiedlung, nur mit dem Unterschied,dass zu 90% niemand
dort wohnt. Also ist die Stadt selbst eine Art Freilichtmuseum -
uninteressant, wenn man nicht gerade an die Raketen und Flugzeuge, die
dort stehen, interessiert ist.

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| Ein echter Opal |
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| Terry & die kleine Abby |
Dann folgte wieder eine lange Strecke voller Nichts, bis auf einmal überdimen-sionale Maulwurfs- hügel auftauchen , weit vor dem eigentlich Zentrum Coober Pedy´s. Dort haben wir als erstes eine Opalminentour mitgemacht, bei der uns gezeigt wurde welche "Steine" wertvoll sind, wie man sie schleift und wie die Menschen unter Tage wohnen. Unsere Unterkunft war übrigens nicht unter Tage, aber in einen Felsen integriert. Die Luft war
dort etwas gewöhnungsbedürftig - ich würde sagen, dass es staubig
gerochen hat, obwohl die Felsen selbst gereinigt wurden und somit keinen
Dreck mehr von sich geben können. Bevor es zur "Josephine´s Kangaroo
Orphanage"
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| Im Outback |
(eine Känguruauffangstation) ging, haben wir uns von einem der viele Hügel in Coober Pedy den ersten Sonnenuntergang im Outback angeschaut :-) Wunderschön, alle haben es genossen. Weiter ging es zur Auffangstation, die momentan 7 mehr oder weniger erwachsene Känguruwaisen und ein Babykänguru - welches natürlich super gut ankam ;-) - beherbergt. Terry, der die Kängurus aufpäppelt, behandelt sie wie seine Kinder, jedes Känguru hat einen Namen und ein Merkmal, wie zB. psychische Probleme, einen gebrochenen Schwanz, "Dummheit" (ein erwachsenes Känguru verhält sich wie ein Junges), oder menschliche Züge. Bella zB. trinkt nämlich gerne Schwarzen Tee und guckt Fernsehen. Die kleinste - Abby - war natürlich das Highlight. Vollkommen ungestüm wie Bambi auf dem Eis ist es herumgehopst und hat die Mutterinstinkte aller weiblichen Mitreisenden und Teis (ein Däne) geweckt :-)
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| Lake Hart |
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| Henry&Teis rechts vorne |
Schnell haben sich übrigens kleine Grüppchen gebildet, bzw. jeder versteht sich mit jedem. Die 5 Männer sind mit den 11 Frauen sehr gut zurecht gekommen. Die Gruppe ist ein toller Mix zwischen Jung und Alt (19-68 Jahre) . Meine "Lieblingskumpanen" sind der Engländer Henry (68) und der Däne Teis (43) , aber auch mit den vier deutschen Mädels komme ich sehr gut zurecht.
Grüßchen,
eure Laura
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