Vom Nimmerland in die weite Welt

Merke : Setze keinen Strand auf einer Insel voraus

Freitag hingegen war eine herbe Enttäuschung. Ich bin zu einer der Tausend Inseln gefahren, die Ayer Insel. Kein Strand - auch wenn das Foto augenscheinlich was anderes sagt-, Möglichkeiten zum Schnorcheln oder dergleichen gab´s auch nicht. Bis Mittags war ich die Einzige, die am Pool rumschimmelte. Im Ende hätte ich genauso gut im Hotel am Pool liegen können. Sollte also irgendwer mal zu den Tausend Inseln wollen, der sollte auf jeden Fall soweit wie möglich rausfahren. Ich fuhr knapp 20min mit dem Boot , Mama und Papa sind vor 20 Jahren mehr als eine Stunde gefahren und haben eine schöne Insel und tolle Schnorchelgelegenheiten vorgefunden (die beiden haben sich hier in Jakarta kennen gelernt). Ziemlich schade, ich habe mich auf einen schönen Tag am Strand und im kristallklaren Wasser gefreut. Übrigens kann man auch mal Pech haben, wenn sich der Wind dreht kommt das ganze siffige Wasser rundum Jakarta zu den nahegelegenen Inseln. Und das will man absolut nicht sehen und erst Recht nicht riechen.


Am Samstag hat mich Papa zu einer seiner Verhandlungen mitgenommen, wobei mir vor Ort zwei Praktikantinnen - Barbara und Jutta - zugeteilt wurden, die mir Bogor zeigen sollten. Nachdem ich aber den Botanischen Garten und den Miniaturpark schon besucht hatte blieben nur eine Gong-Fabrik, eine Kokosnuss-am-Straßenrand-trinken (ist nicht wirklich meins) und Mittagessen in einem schönen Restaurant übrig. Wir sind dabei viel auf Nebenstraßen gefahren, vorbei an unzähligen kleinen Geschäften, Ständen, Menschen..








Fazit: Jakarta ist eine heiße Stadt, in der vierköpfige Familien im Sandwich-Stil auf einem Mofa sitzen, sich zwischen die unzähligen Autos, die scheinbar rund um die Uhr im Stau stehen, schlängeln. Eine Stadt, in der die Reichen einen eigenen Bereich haben, abgetrennt mit Wachposten und Schranken und die "Normalbürger" in heruntergekommenen "Häusern", Wellblechhütten o.Ä. wohnen. In der Kinder in zugemüllten Flüssen schwimmen, nicht ausgebildete Einwohner sich selbst zu Verkehrsreglern ernennen und der blaue Himmel nicht zu sehen ist.
Abgesehen davon habe ich eine sehr schöne Woche mit meinem Vater verbracht. Jeden Abend sind wir mit seinen Verhandlungspartnern oder Freunden europäisch, indisch, japanisch, chinesisch und indonesisch essen gegangen. Viele nette, sehr gastfreundliche Menschen habe ich kennen gelernt und so einige Probleme mit dem Englisch hier gehabt.
 Nun geht es für mich heute zurück nach Australien. Wer weiß, für wie lange noch..
Liebste Grüße, eure Laura

2 Briefchen nach Nimmerland:

  1. Wieso denn wer weiß wir lange noch? Hast du schon wieder neue Pläne?
    Die Fotos mit den Tieren sind übrigens der Hammer. Ich bin außerordentlich neidisch!

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  2. Ne, war jetzt eigentlich nur so dahin gesagt :) wusste nicht, dass dieser satz solche reaktionen auslöst :)
    diese fotos gefallen mir persönlich auch am besten :D

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