Vom Nimmerland in die weite Welt

Tierischer Besuch

Natürlich habe ich mittlerweile schon ein paar Spinnen, Riesenameisen und andere komische Tiere angetroffen. Bis jetzt wurde ich aber zum größten Teil verschont, sprich in meinem Zimmer waren bis jetzt "Ganz okey"-Tierchen, bei denen ich keine Schreiattacke oder dergleichen anwenden musste.
Nicht "meine" Spinne. Meine war größer und dicker.
Tja, aber es scheint so als würde Australien sagen "Na, so langsam lassen wir die Tiere auf Lolo los, sie muss sich ja dran gewöhnen". Gesagt, getan: Am Samstag musste ich die Jungs abends aufpassen, weil meine Gasteltern -oh Wunder - Party gemacht haben. Die beiden sind auf eine Kostümparty gegangen, ich war einer sehr aufgeregten Georgie beim Wimpern ankleben und beraten behilflich. Also kann man sich vielleicht vorstellen, wie selten sie eine solche Gelegenheit in Anspruch nehmen. Die Jungs habe ich durch einen einfachen Trick schnell einschlafen lassen - "Wenn ihr 10min still in eurem Bett bleibt bekommt ihr Süßigkeiten". 10 Minuten später waren die beiden friedlich am schlummern und mein freier Abend mit schlechten Filmen gerettet. Da ich nicht wusste ob ich schlafen gehen durfte, weil Finn nachts des öfteren wach wird und Theater macht habe ich also bis halb 2 nachts wacker durchgehalten. Total müde konnte ich dann in mein Zimmer schlurfen und siehe da meine erste fette, große, bahbahbah Spinne.
Ganz friedlich hing sie neben der Tür und starrte mich mit keine Ahnung wie vielen Augen an. Fotos gibt´s in schlechter Qualität auf meinem Handy zu sehen. Aber ich sag nur soviel : der Blitz hat sich in den Augen gespiegelt.
Uuuurgh was für ein Monstrum.
Eine Panik-sms an meine Mama, 5 Minuten anstarren und fast eine Heulattacke vor Ekel weiter habe ich mich dann dazu entschlossen Hilfe zu holen. Weil, wie Mama lapidar sagte "Töte sie mit einem Schuh", funktioniert nicht. Selbst Georgie - meine Rettung! - meinte sie wäre zu groß für einen derartigen Tötungsversuch. Kurzerhand hat sie die Spinne also in eine Tüte geschubst und nach draußen befördert. Auf solche Besucher kann ich defintiv sehr gut verzichten.
Dann hatten wir ein paar Tage später Besuch von Possums ( ich weiß nicht mehr, ob ich euch erzählt habe das hier welche auf meinem Dach schon mal rumgesprungen sind, damals hatte ich Oppossum verstanden. War falsch, wie sich jetzt herausgestellt hat), die ein Rennen über den Dachboden im Haupthaus veranstaltet haben, ohne Rücksicht auf Verluste, so wie sich das angehört hat. Rob hat dann Fallen aufgestellt und siehe da, jetzt bekomme ich auch mal ein Possum zu Gesicht. Rob ist halbwegs Tierfreundlich, also wird das süße kleine Possum ausgesetzt anstatt getötet.
Jetzt, da das Wetter wieder besser wird und wärmer haben wir noch ein weiteres kleines Problem: Schlangen.
Vor Wochen haben mir Georgie und Rob schon erzählt, dass sie hier in der Gegend viele Schlangen haben und alle gefährlich sind. Diese Woche meinte dann Rob im Vorbeigehen zu mir, dass sie jetzt alle aus ihrer Winterstarre erwacht sind. Er hätte schon viele gesehen ( an einem Tag 4 ). Also heißt es für mich jetzt nicht mehr durch hohes Gras laufen und sehr aufmerksam die Gegend beobachten. Papa wäre ja immer noch für eine Machete die ich während der Spaziergänge mit mir rumschleppe...
Wohl fühle ich mich dabei nicht, zu wissen das sie jetzt rumschlängeln. Dementsprechend werde ich jetzt nur noch auf der Straße laufen. Mal gucken, wann und ob ich einer Schlange begegne. Scharf bin ich nicht drauf, das sei schon mal gesagt.

Das "Vergiss Mein Nicht" diese Woche ist leckere heiße Schokolade ohne Wasser (!) mit Sahne.

Greets, eure Laura

 

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